In der Gemeinde Rellingen wurde ein Projekt umgesetzt, das im Alltag vieler Mädchen und junger Frauen eine große Rolle spielt – über das jedoch noch immer zu selten gesprochen wird: Menstruationshygiene. Im Jugendzentrum OASE steht seit Kurzem der erste Periodenautomat der Gemeinde, der Besucher:innen kostenlos mit wichtigen Menstruationsprodukten versorgt.
Initiiert wurde das Projekt von Sarah Caldwell, Daniel Mietz und Annett Bergk, unterstützt von lokalen Partnern aus Gemeinde, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Der Automat bietet Besucher:innen des Jugendzentrums eine diskrete Auswahl an Menstruationsprodukten wie Binden, Tampons, Periodenunterwäsche und Menstruationstassen – und das kostenlos. Sarah Caldwell, Jugendpflegerin in der Gemeinde Rellingen, betont die Notwendigkeit eines solchen Angebots: „Bei der täglichen Arbeit stellen wir fest, dass für viele Mädchen die Periode immer noch ein Tabuthema ist. Mädchen werden von der Periode zum Teil völlig überrascht und sind nicht aufgeklärt.“
Was ist ein Periodenautomat?
Ein Periodenautomat ist ein Ausgabesystem für Menstruationsprodukte. Ähnlich wie ein Snack- oder Getränkeautomat stellt er Tampons, Binden oder andere Produkte zur Verfügung – in vielen Fällen kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr.
Solche Automaten werden zunehmend in Schulen, Jugendzentren, Universitäten oder öffentlichen Einrichtungeninstalliert. Ziel ist es, den Zugang zu Menstruationsprodukten unkompliziert zu ermöglichen und gleichzeitig zur Enttabuisierung der Menstruation beizutragen.
Im Jugendzentrum OASE in Rellingen bietet der Automat eine diskrete Auswahl verschiedener Produkte, darunter:
- Binden
- Tampons
- Periodenunterwäsche
- Menstruationstassen

Alle Produkte können von Besucher:innen kostenfrei entnommen werden.
Warum ein Periodenautomat im Jugendzentrum wichtig ist
In der täglichen Arbeit mit Jugendlichen zeigt sich immer wieder, dass das Thema Menstruation noch immer mit Unsicherheit oder fehlender Aufklärung verbunden ist. Sarah Caldwell, Jugendpflegerin der Gemeinde Rellingen, beschreibt die Situation so:
„Bei der täglichen Arbeit stellen wir fest, dass für viele Mädchen die Periode immer noch ein Tabuthema ist. Mädchen werden von der Periode zum Teil völlig überrascht und sind nicht aufgeklärt.“
Ein frei zugänglicher Automat kann hier mehrere Probleme gleichzeitig lösen:
- akute Versorgung, wenn Menstruationsprodukte fehlen
- Diskretion, ohne dass jemand aktiv danach fragen muss
- Normalisierung eines alltäglichen Themas
Damit trägt das Projekt nicht nur zur praktischen Unterstützung bei, sondern auch zur Aufklärung und Enttabuisierung.
Unterstützung aus der Region
Das Projekt konnte durch mehrere lokale Partner realisiert werden.
Die Lions Ellerbek-Rellingen ermöglichten die Anschaffung des Automaten. Die Sparkasse Südholstein fördert die Bestückung mit Produkten für das kommende Jahr. Für die organisatorische Betreuung und regelmäßige Befüllung des Automaten ist das Team der Ortsjugendpflege zuständig. Daniel Mietz, Leiter der Ortsjugendpflege, sieht in dem neuen Angebot einen wichtigen Schritt für die Gemeinde:
„Neben bereits bekannten Periodenspendern ist der elektrische Periodenautomat ein Mehrwert für die Gemeinde und für unsere Mädchen ein Gewinn.“
Digitale Unterstützung für das Projekt
Auch digitale Infrastruktur spielt bei solchen Projekten eine Rolle. Das Team von EINFACHkommunikation unterstützte das Vorhaben mit technischem Know-how rund um die begleitende Website sowie der Integration von QR-Codes und digitalen Informationsstrukturen, die Nutzer:innen zusätzliche Informationen zum Projekt bereitstellen.
Gerade bei lokalen Initiativen zeigt sich immer wieder: Technische Lösungen und gute Kommunikation können dazu beitragen, Projekte sichtbarer zu machen und langfristig zu unterstützen.
Ein Projekt mit Vorbildcharakter
Die Installation des Periodenautomaten in Rellingen ist ein Beispiel dafür, wie Kommunen, Jugendhilfe und lokale Unterstützer gemeinsam ein gesellschaftliches Thema praktisch angehen können. Der freie Zugang zu Menstruationsprodukten verbessert nicht nur die Versorgungssituation junger Menschen, sondern stärkt auch das Bewusstsein für Gleichstellung und Gesundheitsvorsorge.
Vielleicht wird der Automat im Jugendzentrum OASE damit zum Vorbild für weitere Schulen, Jugendzentren oder öffentliche Einrichtungen.
Digitale Unterstützung für soziale Projekte
Viele soziale oder kommunale Initiativen stehen vor einer ähnlichen Herausforderung:
Eine gute Idee ist schnell geboren – doch Website, technische Infrastruktur oder digitale Informationsangebotefehlen oft.
EINFACHkommunikation unterstützt Projekte und Organisationen bei der technischen Umsetzung digitaler Kommunikationslösungen, etwa bei:
- Projekt-Websites
- Informationsseiten für Initiativen
- QR-Code-basierter Projektkommunikation
- technischer Integration von Informationssystemen

