Unternehmenskommunikation gehört zu den Dingen, die in jedem Unternehmen stattfinden – auch dann, wenn sich niemand ausdrücklich darum kümmert. Mitarbeitende erzählen, woran sie arbeiten. Führungskräfte erklären Entscheidungen. Marketing schreibt Texte für Website oder Broschüre. Vertrieb präsentiert Leistungen. Und irgendwann ruft vielleicht auch einmal eine Journalistin an.
All das ist Kommunikation.
Die eigentliche Frage lautet also nicht, ob ein Unternehmen kommuniziert, sondern wie bewusst es das tut. Und spätestens dann, wenn Wachstum, Fachkräftemangel oder Veränderungsprozesse ins Spiel kommen, wird aus Kommunikation eine strategische Aufgabe.
Was ist Unternehmenskommunikation?
Unternehmenskommunikation umfasst alle Kommunikationsprozesse eines Unternehmens – nach innen wie nach außen. Dazu gehört zum Beispiel:
- Kommunikation mit Mitarbeitenden
- Gespräche mit Kund:innen und Partner:innen
- Pressearbeit und Medienkontakte
- Social Media
- Präsentationen, Broschüren oder Blogartikel
Mit anderen Worten: Alles, was ein Unternehmen sagt, schreibt oder zeigt, trägt zur Wahrnehmung des Unternehmens bei.
Viele Organisationen stellen irgendwann fest, dass Kommunikation über Jahre eher organisch gewachsen ist. Verschiedene Abteilungen kommunizieren nebeneinander her, Inhalte entstehen situativ und Zuständigkeiten sind nicht immer klar geregelt. Das ist völlig normal. Gleichzeitig ist genau hier der Punkt erreicht, an dem sich ein strategischer Blick lohnt.
Welche Ziele verfolgt Unternehmenskommunikation?
Unternehmenskommunikation ist kein Selbstzweck. (Schade eigentlich.) Sie verfolgt konkrete Ziele.
Zum einen geht es darum, Informationen verständlich zu vermitteln. Mitarbeitende möchten wissen, wohin sich das Unternehmen entwickelt. Kund:innen möchten verstehen, was ein Unternehmen anbietet und wofür es steht.
Zum anderen: Kommunikation schafft Orientierung. Sie transportiert Werte, Haltung und Perspektiven. Gerade bei Veränderungen wird diese Funktion wichtiger: Menschen möchten nachvollziehen können, warum Entscheidungen getroffen werden.
Nicht zuletzt: Kommunikation spielt auch für die Wahrnehmung eines Unternehmens eine große Rolle. Wer regelmäßig verständlich über Themen spricht, Expertise zeigt und Position bezieht, wird als relevanter Gesprächspartner:in wahrgenommen – von Kund:innen, Bewerber:innen, Medien oder anderen Stakeholder:innen.
Wie entwickelt man eine Kommunikationsstrategie?
Der Begriff „Kommunikationsstrategie“ klingt zunächst größer, als er im Alltag sein muss. Getreu unserem Motto: EINFACH darf es sein. Im Kern geht es darum, drei Fragen zu klären:
- Wofür stehen wir?
- Wen wollen wir erreichen?
- Und wie sprechen wir darüber?
Der erste Schritt besteht meist darin, die bestehende Kommunikation genauer anzusehen. Welche Kanäle werden genutzt? Welche Themen werden regelmäßig bespielt? Wer übernimmt Verantwortung für welche Inhalte? In vielen Unternehmen zeigt sich an dieser Stelle ein vertrautes Bild: Gute Einzelmaßnahmen gibt es durchaus, aber sie stehen nicht unbedingt miteinander in Verbindung.
Darauf aufbauend lassen sich Kommunikationsziele definieren. Diese ergeben sich fast immer aus übergeordneten Unternehmenszielen. Wer wachsen möchte, braucht Sichtbarkeit. Wer neue Mitarbeitende gewinnen möchte, muss erklären können, warum es sich lohnt, dort zu arbeiten.
Erst danach lohnt sich der Blick auf konkrete Maßnahmen. Welche Themen sollen regelmäßig kommuniziert werden? Welche Formate passen zur Organisation? Und welche Kanäle sind wirklich sinnvoll?
Strategische Kommunikation bedeutet dabei nicht, möglichst viele Plattformen zu bespielen. Oft ist das Gegenteil der Fall: Weniger Kanäle, dafür klarere Inhalte.
Welche Kanäle gehören zur Unternehmenskommunikation?
Unternehmenskommunikation findet heute über eine Vielzahl von Kanälen statt. Gleichzeitig gilt: Nicht jeder Kanal ist für jedes Unternehmen gleich relevant. Grundsätzlich lassen sich zwei Bereiche unterscheiden.
Die interne Kommunikation richtet sich an Mitarbeitende. Sie umfasst zum Beispiel Führungskräftekommunikation, interne Newsletter, Mitarbeiterversammlungen oder digitale Plattformen. Gerade in wachsenden Organisationen spielt sie eine zentrale Rolle, weil sie Orientierung schafft und Zusammenarbeit erleichtert.
Die externe Kommunikation richtet sich an Kund:innen, Partner:innen, Öffentlichkeit oder Medien. Dazu gehören etwa Pressearbeit, Social Media, Fachartikel, Präsentationen oder Inhalte auf der Website.
Entscheidend ist dabei weniger die Anzahl der Kanäle als ihre Abstimmung. Wenn Inhalte aufeinander aufbauen und eine klare Botschaft transportieren, entsteht ein stimmiges Gesamtbild.
Wie misst man den Erfolg von Unternehmenskommunikation?
Kommunikation wirkt selten von heute auf morgen. Trotzdem lässt sich beobachten, ob sie ihre Ziele erreicht. Manche Effekte lassen sich relativ direkt messen. Dazu gehören zum Beispiel Reichweiten von Artikeln, Besucherzahlen auf der Website oder Interaktionen in sozialen Netzwerken. Andere Effekte zeigen sich eher indirekt. Bewerbende berichten, dass sie über einen Fachartikel auf das Unternehmen aufmerksam geworden sind. Kund:innen erwähnen, dass sie ein Interview gelesen haben. Mitarbeitende fühlen sich besser informiert.
Kommunikation entfaltet ihre Wirkung oft über längere Zeiträume. Je konsistenter Unternehmen ihre Themen vermitteln, desto stärker prägt sich ein Bild in den Köpfen der Menschen.
Also noch einmal: Unternehmenskommunikation entsteht in jedem Unternehmen – ob geplant oder nicht. Der Unterschied zwischen zufälliger und strategischer Kommunikation liegt vor allem darin, dass strategische Kommunikation eine klare Richtung hat. Sie beantwortet die Frage, was ein Unternehmen sagen möchte und warum. Es geht um mehr Klarheit: über Ziele, Themen und Zuständigkeiten. Und genau diese Klarheit sorgt am Ende dafür, dass Kommunikation ihre wichtigste Aufgabe erfüllen kann – Orientierung zu geben.
Viele Unternehmen spüren irgendwann, dass Kommunikation nicht mehr „nebenbei“ funktioniert. Themen werden komplexer, Zielgruppen vielfältiger und die Zahl der Kanäle wächst. Eine Kommunikationsstrategie hilft, Struktur in diese Dynamik zu bringen: Ziele klären, Themen priorisieren, Kanäle sinnvoll auswählen und Verantwortlichkeiten festlegen.
Wenn Sie überlegen, Ihre Unternehmenskommunikation strategisch weiterzuentwickeln oder bestehende Strukturen einmal von außen überprüfen zu lassen, sprechen Sie uns gern an.
EINFACHkommunikation unterstützt Unternehmen dabei,
- Kommunikationsstrategien zu entwickeln
- interne und externe Kommunikation besser zu verzahnen
- komplexe Inhalte verständlich aufzubereiten

