Wie kommt System in die interne Kommunikation?

7. Februar 2017 Annett Bergk

Die interne Kommunikation ist wie ein Mann. Und man(n) weiß seit Loriot: Männer haben immer irgendwas …*

Die Sache mit der Unternehmenskommunikation ist vielleicht ein bisschen weniger lustig. Denn laut aktuellen Zahlen ist Dienst nach Vorschrift bei rund 70 Prozent aller Mitarbeiter Usus; 15 Prozent haben sogar innerlich gekündigt. Die große Frage also lautet: Wie kann die interne Kommunikation das Ruder rumreißen? Soll man verstärkt auf Technologie setzen? Braucht jeder Mitarbeiter ein Smartphone? Sollen soziale Netzwerke eingebunden werden? Sind Wikis die Lösung?

In ihrem aktuellen Buch „Wie kommt System in die interne Kommunikation“ stellen Ulrike Führmann und Klaus Schmidbauer genau diese Fragen und sagen:

Die interne Kommunikation braucht vor allem mehr System. Die anstehenden Herausforderungen lassen sich nicht mit operativem Aktionismus, sondern nur mit konzeptionellem Weitblick angehen.

Und ich mag, wie die Autoren die Konzeption der Kommunikation auch wirklich in den Vordergrund stellen. Die Voraussetzungen müssen in jedem Unternehmen untersucht werden – ebenso wie die tatsächliche Notwendigkeit -, wir benötigen Ziele für die interne Kommunikation und müssen klären, wer genau die Bezugsgruppen sind. Die Strategie muss praktikabel sein und der Aufwand im Verhältnis stehen.

Die Zeit der grenzenlosen Effizienzsteigerung und Gewinnmaximierung in der Wirtschaft geht zu Ende. In Zukunft werden Unternehmen in Deutschland wieder mehr Verantwortung für die Gesellschaft und für die Mitarbeiter übernehmen. Sie bekennen sich zu ihrem sozialen Selbst (…) Innerhalb dieser Entwicklung wird die interne Kommunikation weiter an Bedeutung gewinnen. (S.226)

In Zeiten der so genannten Digitalen Revolution sollten die Mitarbeiter mehr denn je als Zielgruppen betrachtet werden. Wir reden nicht mehr von einseitiger Kommunikation. Mitarbeiter sind nicht unmündig. Mein Sohn ist 16. Er sitzt und spricht …*

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Ein Buch für alle, die eine strukturierte Kommunikation an erster Stelle sehen, die Informationsaustausch als Schlüssel zur Digitalisierung begreifen und die sich auf neue Ideen einlassen wollen. Mit vielen Praxisbeispielen und Tipps!

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Ulrike Führmann und Klaus Schmidbauer: „Wie kommt System in die interne Kommunikation? Ein Wegweiser für die Praxis“
Talpa-Verlag 2016
Hier erhältlich.

*Filmzitate aus Pappa ante Portas

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